30.12.2007

gute tage und danke

eine woche, zehn tage unterwegs,

Dortmund => Kassel => Konnefeld => Freiburg (=>Schallstadt=>Gundelfingen) => Dortmund

Für meine Verhältnisse eine recht überschaubare Reise...
Eine Reise voller wunderbarer Begegnungen.

Los gings am 22.Dezember mit der Fahrt und dem Klassentreffen meiner kasseler Klasse. (Jemand der auf vier Schulen, in vier Klassen war muss das betonen ;-))
Begegnung mit Menschen die ich teilweise bis zu 2,5 Jahre nicht gesehen habe.
Besonders freue ich mich über das Zusammentreffen mit Britta, Hannes, Sarah, Mari, irgendwie auch den ganzen Rest. Es waren echt viele. Los gings im Kindergarten bei Elisas Mama, weiter in der Lolibar. Nachhause mit dem ersten Zug.

Weihnachten zuhause. Familienzuwachs, ein 3 1/2 Jahre altes Pflegekind beschert anstrengende, bunte, wilde Weihnachten für die ganze Familie. Die Verlagerung des traditionellen Weihnachtsschmauses in unser Hause ist eine weitere Innovation diesen Jahres.
Viele schöne Momente und Begegnungen mit meinen Geschwistern, im Besonderen meiner Schwester die ich so lange nicht gesehen haben machen es zu einem intensiven Weihnachten.

Der 27. führt mich nach Freiburg. Ziel: Schallstadt. Bei Marie wollen sich versammeln viele liebe Leute mit denen ich 2001 bis 2004 viele tolle Projekte, Ideen und Visionen entwickelt habe. Die gleichzeitig ein guter mittlerweile in die Jahre gekommener Freundeskreis sind. Auch hier habe ich einzelne Menschen bis zu 3 1/2 Jahre nicht gesehen. Am Rande der Freiburgzeit ergeben sich noch einige andere schöne Begegnungen unter Anderem das Wiedersehen mit zweier meiner sehr gemochten ehemaligen Mitzivis. Andreas hatte ich seit dem ich weg bin aus Freiburg nach Südamerika nicht mehr gesehen. Wir verbringen einen netten Abend zu viert unter anderem in einer leider schließenden Bar, die sehr heimelige und gemütliche Wohnzimmeratmosphäre ausstrahlt. Die freiburger Zeit endet mal wieder mit dem Entschluss mal wieder mit mehr Zeit und Ruhe nach Freiburg zu kommen und der allgemeinen Vornahme im Frühjahr mal Zeit für ein bisschen Reisen mit dem Zwecke menschlicher Begegnungen mit Freunden zu finden. Freiburg ist nach wie vor ein Stück gespürter Heimat oder der Süden auch allgemein. Manchmal vergesse ich wie viele liebe Menschen ich kenne.

Heute fuhr ich dann zurück nach Dortmund. Auch wieder gerändert mit einigen netten Begegnungen unterwegs. Mit mir habe ich viele Eindrücke gebracht und viel Kraft weiter zu gehen mit mir. Weiter hier im Pott. Weiter mit meinen eigenen Fragen mit mir selbst.

Hier war dann aufräumen, Zwischenstopp und Gespräch mit unserer "Zwischenvermieterin" Heike. Mit dem Gesprächsausgang, dass uns im Grunde alle Türen offen stehen. Wir hierbleiben können so es uns denn beliebt. Vorallem Überlegungen zur räumlichen Verkleinerung gab es im Angesichte wohl sich verabschiedender Einzelner Wesen aus unserem Kreise hier.

Morgen geht es noch mal für eine Woche los.
Hugoldsdorf und Berlin 3.Königstreffen.

Danke für all die schönen und kraftgebenden Begegnungen!
Einen guten letzten Tag in 07 und ein kraftvolles 2008 wünsche ich Allen.
Bis Bald

David

06.12.2007

Hut gefällig?

Hut gefällig?
Einen, zwei, fünf oder hundert?

Ich verkaufe Euch ab Samstag soviel ihr wollt.
Werde Samstag probeweise und wahrscheinlich danach ein paar Mal auf dem Weihnachtsmarkt in Dortmund arbeiten. Hüte und andere Produkte aus Australien, wirkte alles ganz nett. Mal sehen.

Auch als historischer Nachtwächter könntet ihr mich treffen, mal sehen.
Müsste mich dazu entschließen und ihr am richtigen Tage nach Dortmund kommen für eine Führung. Mal sehen.

Auch bei Jobs ist es immer die Frage was willst du machen, oft aber mehr was möchtest Du überhaupt nicht machen. Weil die meisten Jobs sind nicht so unbedingt das man sagen würde man möchte sie machen - eher: Was kannst Du vertreten. Wenn Leute Hüte kaufen wollen - bitte. Wenn Leute von einem Stadtwächter mittelalterliche Geschichten erzählt bekommen wollen - bitte.
Wenn es aber in Bereiche geht wie Marktforschung, bestimmte Industrie, Promoter für große Organisationen dann wirds sensibel.

04.12.2007

Von der Vielschichtigkeit des Seins

Eine siebzehnschichtige Geburtstagspfannkuchentorte hat mich gerade animiert über die Vielschichtigkeit des Seins nachzudenken.
Das Leben ist vielschichtig, das ist ok so.
Das macht es ja erst spannend.

Gute Nacht.

30.11.2007

Von der Notwendigkeit positiver Utopien

Positiv / negativ!
Utopien können so vieles sein: Erwünschtes, befürchtetes.

In letzter Zeit war ich oft an der Frage, warum das was ich tue. Oft konnte ich es nicht erklären und doch bin ich wer ich bin und tue was ich tue.
Warum stelle ich mich aus den normalen Zusammenhängen, sträube mich dagegen? Klar theoretisch kann man alles erklären und begründen.

Aber das reicht nicht, mir zumindest nicht. Weiter will ich gar nicht urteilen.

Früh habe ich Utopien gelesen, vor allem negative: 1984, Schöne neue Welt. Dann habe ich eine andere bereits real gewordene Negativutopie gemacht: Abitur.

Alsbald spürte ich eine Schwere, eine Ernste in mir. Ein Bedürfnis nach schönem, wahrem. Nach positiven Entwürfen für mich und die Gesellschaft.

Einst schrieb ich unter dem Eindruck der schönen neuen Welt, dass meine / unsere Aufgabe in der Welt sein muss positive Utopien zu entwickeln.

In diesem Sinne bin ich in einem Buch („Phantasie, Kultur, Politik – dem Protokoll eines Gespräches zwischen Erhard Eppler, Michael Ende und Hanne Tächl) wieder auf meine Impulse und Gedanken gestossen.

„Positive Utopien fehlen ja ganz allgemein. Diese Tatsache prägt zweifellos das heutige Bewusstsein…Meiner Meinung nach ist diesen Fehlen auch ausschlaggebend für die enorme Mutlosigkeit, mit der die jüngere Generation zu kämpfen hat“ Michael Ende

An und in mir selbst erlebe ich diese Not(-wendigkeit), in der Suche, wenn ich mich bedrängt fühle durch Zwänge von außen oder Selbstzwänge. Außen erlebe ich es, wenn ich von den Wegen und dem Suchen anderer junger Menschen höre:

Neues will in die Welt.

Geben wir ihm Raum, seien wir Träger und Wegbereiter dessen was kommen will.

Weiter...

Kunst, künstlerischer

Du, Dulicher

Ich, Ichlicher

Wir, Wirlicher

Welt, weltlicher

Mensch, menschlicher!

28.11.2007

Eine unterstützenswerte Aktion: Klage gegen die Voratsdatenspeicherung

Ich möchte alle die Sammelklage gegen das geplante vorrätige Sammeln von Daten aufmerksam machen.

Wie dagegen vorgegangen wird und worum es genau geht erfahrt ihr hier:

http://www.vorratsdatenspeicherung.de/

25.11.2007

zu hause

zu hause sein, etwas was ich selten fühle.

(Zu?) oft bin ich entweder mit Gedanken, Visionen, Ideen oder körperlich wo anders, unterwegs, in Aktion.
Aufgaben die Zeit und Konzentration brauchen werden so zur Herausforderung.

Heute ist ein richtiger Sonntag. Ein mit meiner Family-telefonier, langschlafen, gemütlich-frühstücken und dann entspannt wichtige anstehende Dinge regeln, Sonntag.

Nach Antrag schreiben, vielleicht noch mit Film schauen mit Teilen der Wg-Familie ausklingen, Abend.

Später vielleicht noch ein Treffen wegen der Idee der Schaffung eines Kulturortes im Pott.

Ein ruhiger Sonntag und doch ohne Gefahr zum durchschnittlichen Sonntag zu werden :-)

23.11.2007

RTL Spendentheater

Zu diesem Moment läuft der 24 stündige RTL Spendenmarathon. Läuft seit zwölf Jahren und bringt "für den guten Zweck" jedes Jahr in 24 Stunden bis zu 5,5 Mio Euro ein.
Ich habe Heute/Gestern hinter die Kulissen geschaut. In ein Callcenter. Ich war einer der Heinis die Anrufe entgegen nahmen von Menschen die spendenbereit waren.

Über bleibt ein Gefühl das Menschen korrumpiert werden, Mitleid und dann auf an den Geldbeutel. Nebenbei wohl noch die Adressdaten samt Telefonnummer für Werbezwecke sammeln. Gefickt eingeschädelt.
Einzelprojektbezogene Spende? Dem Spender ruhig erzählen, in der Buchungssoftware nur nicht machbar...

Ich war einige Mal versucht statt der RTL-Nummer die Idem-Bankverbindung anzugeben...

Nun will das von mir verdiente Geld irgendwie einen Sinn bekommen. Ich bin gerade pleite, total pleite. So pleite das ich mich ins Call-Center bewegte. Es wird wohl, viel war es gar nicht in Lebenskosten eingehen. Obwohl, es kommt am 15.Dezember, vielleicht ermöglicht es mir wenigstens ein paar wenige nette Geschenke zu besorgen.

Soweit alles gut - jeder denkt an sich. Ich an meine Geschenke, der Spender an sein Seelenheil :-(

18.11.2007

Nur du...

Auf die Zukunft hat niemand ein Patent.

Gott nicht und das Schicksal auch nicht.

10.11.2007

Für alle Bloggerjunkies

Ich bekenne ich bin ein Informations- und Bloggerjunkie...

Neulich während ich bzw. nach dem ich vor Zehnt- und Elftklässlern einen Workshop zu Globalisierung gegeben habe, habe ich realisiert das Globalisierung für mich schon irgendwie einfach total eine Tatsache ist. Ich kenne Menschen die überall auf der Welt unterwegs sind:
Maria bloggert aus Pakistan
Meine Schwester streift durch Australien, Neuseeland und Thailand
Tim (Mergelsberg) schreibt schöne Blogbeiträge über den Osten Europas und Russland
Ein Blog hält mich über die Geschnisse in Lima auf dem Laufenden
Irmela berichtet aus Ghana
Der Idem-Blog streift durch Deutschland und durch andere Länder mit den uns Verbundenen
Ich bekomme alle zwei Monate Post von einem alten Mann aus Argentinien der mir ausführlich auf spanisch über die politische und soziale Situation in Argentinien berichtet.
...und dann gibt es da noch die Medien die den ein oder anderen Neuigkeitsfetzen dazu beitragen.
Mich selbst bewege ich durch die unterschiedlichsten Ecken Deutschland, ich treffe Studenten, Menschen die ganz andere Wege gehen (tagtäglich zuhause), Theatermenschen die auch überall unterwegs sind.

Viele Inhalte und Informationen werden von Menschen im Internet bereit gestellt. Nun kann ich ständig durch die Liste von all den Blogs zippen oder sie mir per rss-Feed abonnieren und an einem Ort sammeln.

Ich bin begeistert von einem banalen aber ganz hilfreichen Tool - Brief (ein Firefox Addon) sammelt und checkt selbstständig die Beiträge der von mir ausgewählten Blogs und das alles an einem Ort. Es ist ein bisschen so wie mein ganz persönliches Nachrichtenportal...

Und da wundere ich mich noch das ich bei einem Workshop natürlich mit Globalisierung als Tatsache umgehe... :-)

28.10.2007

Begegnung, Gemeinschaft, Gespräch, Ich


Vier Worte und das was ich damit verbinde, sind gerade der Raum für ganz viel Erlebnisse.
Ich genieße es total im Alltäglichen Menschen um mich zu haben, ein gemeinsames Alltägliches zu haben. Aber eben gerade hier auch wenn jeder Viel macht, hat das überhaupt nicht die Konsequenz das Jeder nur für sich ist, sondern immer wieder ist Gespräch, ist Gemeinschaft erlebbar. Gleichzeitig kann ich jeder Zeit in mein Zimmer gehen und die Tür zu machen oder offen lassen. Völlig unwichtig.
Wichtig ist das ich für mich selber wieder in eine Balance zwischen eigenem Raum und offenem, öffentlichem Raum oder gemeinschaftlichen Raum kommen kann - aus der Option des Eigenen.

Bild: Sechs Menschen waschen rote Kleidung

Besonderer Verweis auf den Blog von Idem

Wie viele ja wissen, arbeite ich viel für Idem - identity through initiative e.V.

Da das für Viele nicht gerade klar sein dürfte was ich da eigentlich mache und was wir auch da ganz konkret machen, möchte ich auf den Idem-Blog verweisen. Hier berichten wir immer was aktuell gerade passiert und wo wir unterwegs sind: Idem-Blog

Viel Spaß beim Lesen

David

18.10.2007

Umzug / Ankommen

So nun bin ich also umgezogen. Habe wieder ein festes Heim, die Zeit seit dem Ankommen hier am Dienstag Abend ist mit werkeln in meinem Zimmer, einräumen, mich hier einfinden und auch einfühlen vergangen. Einfühlen in das Wiederhaben eines eigenen Zimmers. Fazit: wunderbar.
Besuch ausdrücklich erwünscht! so als signal an alle die ich immer besucht habe :-)
Bald mehr.

Neue Adresse und Telefonnummer schicke ich die Tage per Mail rum.

12.10.2007

Ein paar Fragen an mich und Idem

Vor einigen Wochen, Anfang September haben wir mit einem größeren Kreis eine Idem-Klausurwoche gemacht. Um darüber nachzudenken was die Idemarbeit ist, wie es weitergehen soll. Nun hatte ich aufgrund der Anfrage für einen Artikel über Idem nochmal die Gelegenheit eine ganz persönliche Idem-Klausur auszutragen. Hier ist das / die Resultat(e)

David


Wer bist Du, warum bist Du bei Idem (kurz)?

David Masuch, 22 Jahre alt, seit zwei Jahren intensiv mit und für Idem unterwegs. Schon während der Schulzeit mit 15 habe ich begonnen mich selbst einzubringen in Jugendprojekten und seitdem ist das eine Konstante. Es fühlt sich gut und richtig an, Idem ist mir Spiegel, Raum mich im Prozess mit Aufgaben und anderen Menschen zu erleben.

Es gibt heute einige Möglichkeiten, sich bei Projekten sozial zu engagieren. Warum braucht es Idem? Was macht Idem aus?

Idem ist für mich die Verbindung aus Projektarbeit und dem Umgehen mit den Themen der Zeit. Initiativ sein mit Idem ist eine Bewegung im Räumlichen, nach Außen und nach Innen.

Idem ist nicht nur Aktion, Projekte und genau so wenig nur ein über die Probleme der Welt nachdenken und philosophieren. Viele junge Menschen spüren das es an der Zeit ist sich selbst in die Welt zu stellen, sie wollen Selbstwirksamkeit erfahren in Berührung mit der Welt, einer anderen Kultur oder ihren Mitmenschen.

Idem bietet Raum zur Begegnung und Offenheit die eigenen Projekte, Ideen oder Visionen auszuprobieren. Möglichkeit zum aktiven in die Welt treten und die Welt (mit-)gestalten. Besonders wichtig ist für mich die Offenheit Idems, nicht ein Programm zu gestalten, sondern Menschen eine Plattform zu sein. Diese Offenheit immer wieder zu schauen was steht an, sind wir mit unseren Angeboten bei den Menschen?

Inwiefern spielt die Identitätsbildung eine Rolle? Wie ist es zur Namensgebung gekommen?

Zentrales Motiv der Idem-Arbeit ist die Identitätsbildung junger Menschen, ich selbst bin auf der Suche zu Idem gekommen. Idem kann und will nur das sein, was die Menschen die sich als Teile von Idem verstehen daraus machen. Es gibt Niemanden der mir sagt was ich zu tun habe, jede Aktion im Außen stellt eine Anfrage an mein Innen, an mein Ich.

Es gibt keine Instanz im Außen die mir Perspektiven aufzwingt und einen Möglichkeitsrahmen einengt. Die einzige Instanz bin Ich. Viele junge Menschen kommen über den Impuls etwas zu bewegen zu Idem, gehen in Begegnung im Außen und stoßen dabei noch deutlicher auf einen Impuls, auf Fragen im Innen - viele junge Menschen kommen deswegen wieder oder stellen sich mit eigenen Ideen in Verbindung zu Idem.

Die Namensgebung Idems habe ich selbst noch nicht miterlebt.

Wie gestaltet sich der Weg von der Idee des Einzelnen bis hin zur kollektiven Initiative?

Zunächst äußern sich bei mir selbst so Ideen in einer Begeisterung. Manchmal vergehen sie wieder nach kurzer Zeit, dann haben sie wohl keine Bedeutung für den Moment. Was wichtig erscheint bleibt. Begleitet mich, wird ausgesprochen. Betrifft noch mehr Menschen. Aus dem Umgang mit der Idee entstehen weitere, Kontakte tun sich auf.

Oft höre ich im Gespräch von Anderen geäußerte Ideen, ich versuche dann praktische Unterstützung anzubieten und Mut zu machen. Mut zu den Ideen zu stehen, ihnen Bedeutung zu zugestehen. Habe ich mich einmal mit einer Idee verbunden, werde ich bei anderen Menschen auf Resonanz stoßen. Wenn andere Menschen die Authentizität einer Idee erleben, dann wird daraus eine „kollektive“ Initiative.

Nicht weil sich Menschen hinter einer Idee stellen, sondern weil Sie selbst die Bedeutung dieser Idee aus sich heraus erleben können, als für Sie selbst an der Zeit. Andernfalls wird eine Idee nur schwerlich breite Unterstützung finden.

Wie erlebst Du die Jugend heute? Was hat deiner Meinung nach die globale Entwicklung mit der ‹heutigen Jugend› zu tun?

Die heutige Jugend ist auf der Suche, spürt im Grunde das Vieles was ihr geboten wird nicht echt ist, menschlich keine Echtheit hat, dass viel Angebotenes rein wirtschaftliche Interessen hat. Gerade in der Suche nach Echtem, nach nicht Verkäuflichem – muss jeder junge Mensch individuell suchen. Viele junge Menschen sind nicht mehr bereit überkommene Lebensentwürfe zu übernehmen - oder kämpfen mit den doch angenommenen alten - sondern suchen sehr ernsthaft neue, eigene Wege.

Gerade die extreme Entgrenzung und Beschleunigung, bringt die heutige Jugend in das Bedürfnis sich selbst in Wirksamkeit an und mit seinen Grenzen zu erleben: Sei es im Extremsport oder in dem Erlebnis, der Interaktion mit Menschen in eine Balance zwischen Innerem Bedürfen und Äußerem zu finden. Dabei Jeder aus seiner ganz individuellen Perspektive.

Was hält Dich persönlich an Idem fest?

Die Gewissheit für mich einen Rahmen gefunden zu haben, in dem ich meine eigenen Fragen leben kann. Eine Umgebung die mich nicht in ein Bild zementiert, sondern mich als in Bewegung seiendes Individuum wahrnimmt. MIch selbst im Prozess sein lässt. Gleichzeitig die Möglichkeit zu reisen und anderen jungen Menschen Ich-Erfahrungsraum anzubieten.

10.10.2007

Gewissheit eines bald kommenden Eigenen

An einem Punkt verdichtet sich im Äußeren wieder Etwas bei mir. Nächste Woche werde ich nach Dortmund-Kruckel umziehen. Das ist ein äußerliches Ereignis. Und doch ist es mehr, es wird nach mehr als einem Jahr (Juni 2006 bis Oktober 2007), eine Zeit des Reisens beenden. Reisens im Sinne von Unterwegs sein ohne festen Standort. Ich werde auch weiter viel unterwegs sein.
Dennoch ist es ein Einschnitt!
Ein Unterwegssein ohne einen festen, eigenen Raum ist ein ständiges Kraftschöpfen müssen aus einem inneren Zuhausesein. Auf lange Zeit habe ich gemerkt, dass ich das nicht halten kann, ich weiß wie anstrengend das Unterwegs sein ist. Ich habe wenig Rücksicht darauf genommen.

Ich habe das Reisen gesucht aus dem Impuls die Welt zu sehen und in Bewegung zu sein mit den Dingen. Ich liebe es zu reisen.

Friedel beschreibt schön, wie das anhaltende Unterwegssein ein Innehalten schwer macht. Immer will etwas Neues wahrgenommen werden. Kommt etwas Neues. Gilt es sich mit einer neuen Umgebung zu arrangieren. So können zwei Wochen bedeuten: Fulda-Dortmund-Basel-Freiburg-Berlin.
Reisemittel Mitfahrgelegenheiten, Trampen, Nahverkehrszüge, ein ständiges Improvisieren.
Was bedeutet das - ein anhaltendes Dazwischen. Ein längeres Wochenende in Hamburg kann ich gar nicht begeistert erfassen, bei einem Nachtreffen dort gehe ich abends ins Bett anstatt mit den Anderen wegzugehen - aus Erschöpfung. Aus Ringen zu mir selbst. Ein Tag wird genutzt um die Workcampabrechnung zu machen, Hamburg bleibt recht unbesehen. Schade.
Das Reisen erschöpft sich in mir selbst.

Die Sehnsucht nach einem Zuhause wird überstark - Ankommen, zugleich das Gefühl einer Unsicherheit was es bedeutet mich mehr wieder in an einen Ort orientiertes Leben zu begeben.
Zugleich spüre ich ein bisschen die Angst mir Illusionen zu machen über die Bedeutung eines festen Ortes.

Eine Gewissheit ist da: Im Mittelpunkt steht immer das Ich, als Impulsgebende und -formende Instanz.
Ich freue mich zumindest demnächst wieder mich äußerlich in etwas zu wissen, an das sich das Ich im Außen anlehnen kann, wenn es sIch mal in sich erschöpft oder verloren fühlt.


Meine äußere Adresse wird sich auch ändern und ich werde Sie dann noch bekannt geben.

26.09.2007

Neuer Luk

Eine Generalüberholung meines Blogs lässt ihn heute in neuem Glanz erscheinen.
Aus alt mach neu :-)

25.09.2007

Die Welt als ein Geschenk oder Trampererfahrungen

Heute begab es sich, das ich nach einem Kurzaufenthalt in Hamburg, für das Nachtreffen des Lima Workcamps welches ich mit Claire organisiert habe und einem Besuch bei Lena Vollmer (einer guten Freundin durch das Workcamp in Sao Paulo und gemeinsamen Aufenthalten in Buenos Aires), zurücktrampte nach Kassel.

Ich stand an einer Auffahrt zur Autobahn, die Situation war eindeutig von der Richtung - was aus Städten raus ja nicht immer ganz einfach ist. Ich stand sicher und nicht vom Verkehr gefährdet. Die Herbstsonne des Nordens schien mir ins Gesicht und ins Herz. Nur zum Anhalten war die Stelle etwas blöd...

...So begab es sich das Ich eine halbe Stunde wartete eh ein Auto hielt. Eine solche Wartezeit erlebe ich immer voller Spannung. In mir analysiere ich den Ort, mein Aussehen, beobachte so gut es geht die einzelnen Fahrer und versuche jeden Einzeln zu sehen. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen an einer zweispurigen Auffahrt.
Ich mache mir so meine üblichen Trampergedanken und dann kommt ein Mensch in einem Auto. Er hält. Das Nummernschild sticht mir ins Auge "KS" - Kassel. Glückstreffer, tatsächlich fährt er direkt nach Kassel. Meine Freude ist groß.
Ich denke wieder einmal, manchmal braucht es eine Weile bis der Richtige Mensch kommt. Sollen wir uns begegnen?
Es verläuft nun unkomplizierter als eine Mitfahrgelegenheit und ist menschlich interessanter.
Weil mein Fahrer tatsächlich Interesse hat sich mit mir zu unterhalten. Ein Armenier, der seit fünf Monaten deutsch lernt. Ich genieße das Jonglieren der Sprachen. Deutsch, Englisch, Intuition und ein paar Worte Russisch. Mein Spanisch und meine paar Brocken Portugiesisch helfen mir diesmal nicht weiter.
Wir unterhalten uns sehr nett, über unsere Herkunft, Musik und Kultur.
Es ist ein Ringen um die Worte und gleichzeitig sind sie gar nicht wichtig.

Eine spannende Situation folgt, ich muss aufs Klo. Allein diesen Sachverhalt zu klären dauert einen Moment. Gewohnt misstrauisch ("Südamerika sei Dank") nehme ich meinen Rucksack, in dem mein Laptop und Technik-Equipment ist, mit aufs Klo. Als ich zurück kehre, lädt er mich noch auf einen Kaffee und einen teuren Raststättensandwich ein. Nach einem Versuch des Ablehnens, genieße ich doch meinen Sandwich, der überraschend lecker ist und fühle mich ein bisschen doof. Vom Guten der Welt auf der Überholspur überholt.
- Ich bin misstrauisch und werde dafür reich eingeladen.
Nach drei interessanten Stunden sind wir schon in Kassel - schneller wäre es anders auch nicht gegangen.
Wieder einmal denke ich mir, dass Trampen und Offenheit doch eigentlich die besten Mittel zum Reisen sind.

Wie soll sich die Welt begegnen wenn nicht in solchen Begegnungen?

Ich habe ihn gesehen

Als Entschädigung für einen zweifelhaften Sommer, darf ich berichten, dass ich einen goldenen Herbst gesichtet habe..., egal ob in Kassel, Witten, Freiburg oder Hamburg.
Auf diesen Herbst ist Verlass.

21.09.2007

mein blog macht urlaub

bis zum nächsten beitrag macht mein Blog Urlaub.
weg vom pflicht-blogging-sog :-)

15.09.2007

manchmal...

.da denke ich schreib mal wiedre was auf deinem blog. Dann denke ich ja mach ich. Und wenn ich das nächste Mal am Computer bin ist schon wieder was anderes oder neues. Oder ich habs vergessen oder verdrängt...

lena hat recht

oder genauer ihr lieblingszitat im studivz:

" frei ist nicht, wer tut was er will, sondern wer will was er tut."

11.09.2007

Die Welt vergeht, Menschen und die Zeit auch...

Lange ist mein letzter Eintrag her, beinahe ein viertel Jahr.

Das zeigt die Zeit vergeht, vergeht schnell. Zumindest in meiner Wahrnehmung - vielleicht habe ich auch noch nicht den richtigen Zugang zur Zeit gefunden?

Das bringt auch mit sich das auch Menschen im Physischen vergehen. Was heißt das?
Zuerst mal tut das weh. Sehr weh, ich könnte sagen ok der Mensch ist / war mir nicht wichtig. Wenn ich dies daran bemessen würde wie oft ich einen Menschen in letzter Zeit gesehen, gehört oder geschrieben habe. So müsste ich wahrscheinlich sagen er war mir nicht wichtig.
Doch das stimmt gar nicht, irgendwie scheint es da noch eine andere Bedeutungsdimension zu geben. hm.
Die Kommunikation mit dieser Person kann nicht der massgebliche Maßstab sein. Und doch werde ich Zweifel nicht los.

Viele Freunde und Menschen habe ich im letzten halben Jahr / Jahr aus den Augen und wohl auch dem Sinn verloren. Oft lag es einfach nur an mir.
Zu sehr in der Zukunft lebend und denkend, ist irgendwie immer was untergegangen.

Wieder einmal habe ich die Kraft oder Suchtwirkung der Droge Projektarbeit unterschätzt.

Ich kann viel arbeiten und viel schaffen und das auch schaffen was mir menschlich wichtig ist...

...Ich kann aber auch viel arbeiten und alles andere aus den Augen verlieren. Mich selbst verlieren.

Das führt zu Momenten wie gerade, in denen ich da stehe, viele Menschen in weitem Abstand um mich weiß und mich verloren fühle.

Verloren im Dazwischen.
Pläne, Bindungen, Gewissheit, ich selbst, alles verliert seine Bedeutung vor mir selbst.
Bodenlos.

Ich bringe Dinge durch einander bin nicht ordentlich ansprechbar und reagiere nicht so wirklich oder gar nicht.

19.06.2007

Morgen...

...sage ich am 19. und meine damit Morgen. Morgen, werde ich wieder aufbrechen nach Südamerika. Dieses Mal ist der Rahmen klarer, es werden nur sechs Wochen sein, wir werden nicht an so vielen Orten sein, sondern vor allem in Lima, Peru.
Es ist irgendwie überschaubar und doch bedeutet diese Wiederbegegnung mit Südamerika für mich viel mehr als eben nur dort ein Workcamp zu machen. Das Workcamp ist wichtig und ich bin mittlerweile echt auch stolz darauf, da Ich es recht alleine mit Claire in Deutschland und in Zusammenarbeit mit Michaela in Peru auf die Beine stelle. Auch ist es von der Vorbereitung echt gut und ich habe das Gefühl ich kann recht gut vorbereitet und ruhig dorthin gehen.
Natürlich wird noch wieder vieles anderes sein, einfach schon weil Südamerika ganz anders funktioniert als Europa. Aber darauf freue ich mich auch.
Neben dem Workcamp selbst, steht es wieder auch an ganz viele Menschen zu treffen, teilweise auch wieder zu treffen um Kontakte zu festigen und auch vorwärts zu denken in der Zusammenarbeit mit Peru. Es steckt da ganz viel Potential drin, so dass durchaus denkbar ist das wir noch öfters da sein werden um gezielt dort zu arbeiten und / oder auf anderen Ebenen Dinge vorwärts zu bringen.

Aber auch für mich ganz persönlich steht Lima sehr im Kontext meiner Zukunftsfrage, da Michaela gerade in Lima an dem Aufbau eines Mikrokreditsystems arbeitet und das interessiert mich sehr. So wird es auch für mich persönlich wieder auch eine sehr spannende Zeit.
Ich hoffe in den nächsten Wochen mal etwas zur Ruhe zu kommen. Das habe ich in den letzten Wochen in Deutschland kaum geschafft. Soviel gab es zu bedenken, zu koordinieren, zu telefonieren, zu schreiben, zu verschicken, zu tun...
Aber es ist ein sehr schönes Gefühl, ausgehend von dem Stand das wir noch bis vor einem Monat unsere Flüge sowie alle anderen Kosten selber hätten tragen müssen und nun Dank unserer Mühen beinahe all unsere Ausgaben (natürlich kein Gehalt, aber das erwarte und brauche ich für den Moment auch gar nicht) gedeckt sind.

Ich hoffe ich werde wieder viel schreiben und reflektieren. Dieses Mal habe ich eine digitale Kamera dabei und kann so auch auf eine andere Art fotografieren als mit meiner analogen Spiegelreflexkamera ohne sämtliche Automatik bei meiner Reise. Auch darauf freue ich mich schon!

Aus aktuellem Anlass habe ich soeben noch einen alten Post veröffentlicht in dem ich über meine Lima-Zeit geschrieben habe, den ich aber nie auf meinen Blog geladen hatte weil ich ihn für unfertig hielt. Und dann ist er in dem was danach kam untergegangen.

Ich wünsche euch allen einen schönen europäischen Sommer und freue mich ganz arg euch bald wieder zu sehen.

Liebe Grüße
David

Aus aktuellem Anlass hier ein alter Beitrag in dem ich von der Zeit in Lima berichte, also vonNovember 2006

Lima aktiv und die Dokumentation einer langen Reise und ein Ausblick auf Buenos Aires

Hola ihr Lieben,
Kurzueberblick:
Mittlerweile bin ich in Buenos Aires, davor habe ich dreieinhalb Tage im Bus verbracht, um von Lima wo ich die zwei Wochen zuvor verbracht habe nach Buenos Aires zu gelangen. Hier in und eventuell um Buenos Aires habe ich jetzt noch einige Zeit um in ein Projekt einzutauchen und die Stadt und Leute kennenzulernen. Donnerstag werde ich Claire endgueltig nach Sao Paulo verabschieden, ehe sie in drei Wochen zurueck nach Deutschland fliegt.
Ich selber werde bis Mitte Januar vorraussichtlich im Grossraum Buenos Aires sein, ehe ich vorraussichtlich ueber Zwischenstation in Foz do Iguazu bei den wunderlichen Wasserfaellen nach Sao Paulo zurueckkehre. Von wo aus auch ich, nach zwei bis drei Wochen in Pequeno (dem Projekt wo ich das Workcamp gemacht habe) und einigen Leuten treffen in Sao Paulo, dann im am 8.Februar zurueck nach Deutschland fliegen werde.
Deutschen Boden werde ich vorraussichtlich am 9.Februar auf dem Flughafen in Frankfurt gegen 14:10 wieder betreten, Abholkommitee willkommen :-)

Kurzueberblick Ende, all denen den es nur um einen Ueberblick geht und den Reisebericht eh chronisch zu lang sind die koennen hier aufhoeren....
Nun dann man rein ins Geschehen:
Das letzte Mal habe ich mich gemeldet als ich gerade in Lima angekommen war. Seitdem sind wohl drei Wochen vergangen und viel ist passiert.
Die erste Woche haben wir bei einem Mitarbeiter von ANIA, einer Organisation gewohnt die sich zum Ziel gemacht hat jedem Kind einen Quadratmeter Land zu geben den es selbststaendig und selbstverantwortlich gestalten kann. Auf diesem Wege sollen die Kinder zur Bewusstseinentwicklung fuer die Erde, fuer ihre Umwelt ueberhaupt und auch fuer soziale Zusammenhaenge ueberhaupt angeregt werden. Sie sind sehr erfolgreich und es gibt sehr viele Projekte von ihnen. Javier, der Mitarbeiter bei dem wir gewohnt haben, wollte uns die ganze Zeit ueberzeugen in ein Childrensland in den Regenwald zu fahren. Es war offensichtlich sein Herzensprojekt - leider war es von Lima 20 Stunden mit dem Bus und waere fuer weniger als eine Woche zuviel geworden. So haben wir in der ersten Tage einige ruhige Tage in Lima verbracht. Am Wochenende haben Javier und seine Freundin ganz tolle Ledergeldbeutel selber gemacht, die sie wie auch andere Dinge ueber einen Freund zu Gunsten diesen Projektes verkaufen lassen. Bei der Gelgenheit habe ich mir auch ein tolles Portemonaire gemacht (schreibt man das so...?), auf das ich maechtig stolz bin, und ein Maeppchen fuer Stifte in der Hosentasche weil ich immer welche mit mir rumschluere und dadurch zum Einen regelmaessig meine Hosen einsaue (Stichwort auslaufende Kugelschreiber) und Fueller in der Hosentasche immer gerne kaputt gehen. Danach hatte ich tagelang gruene Finger vom Faerben des Leders... :-)
Nach etwa einer Woche mit Ausruhen und Pazifikbesuchen sind wir zu einer Freundin von Claires Mama umgezogen. Michaela ist eine Deutsche, die mit ihrer Familie seit etwa drei Jahren in Lima lebt. Michaela ist sehr aktiv in sozialen Projekten, aber vorallem im Vernetzen von Menschen und Projekten und Moeglichmachen von Ideen.
Wir durften eine Woche bei ihrer Familie leben und von ihren Kontakten profitieren.
Nachdem wir uns sehr intensiv und viel unterhalten haben in den ersten zwei Tagen wussten wir recht gut, was fuer uns interessant ist und was Michaela uns bieten kann und will.
Es war immer wieder beeindruckend, wie ihr noch etwas einfiel und dann ganz schnell daraus konkretere Ideen oder Kontakte entstanden.
Wir haben also in einer Woche wahnsinnig viele Projekte gesehen und aktive Menschen getroffen.
Ich fasse kurz zusammen wen wir getroffen haben in dem ich einen Ueberblick ueber diese Woche gebe und gehe dann auf einzelne Erlebnisse weiter ein:

Montag: Umzug mit Taxi von Javier zu Michaela, quer durch Lima.
Dienstag: Gedankenaustausch, kurzer Besuch und Besichtigung des Colegios San Christopherus, einer anthrophosophischen Behindertenschuleinrichtung. Abends zusammentreffen mit einem dt. Maedchen die in dem Projekt wo sie als Volunteer ist, unzufrieden ist. Wir vermitteln gemeinsam mit Michaela.
Mittwoch: Alternative Stadtrundfahrt mit Alois (Deutscher der schon lange in Lima lebt, er baut Oekosilos zur Nutzung von Bioabfaellen zur Kultivierung Limas, Lima ist ohne Bewaesserung und dies Wueste, vorallem aber bewusstseinsbildene Arbeit in dem er den Leuten zeigt wie sie mit Grauwaessern und Kompost ganze Landstriche begruenen koennen, er ist an ganz vielen kleinen Orten sehr erfolgreich, seine Arbeit und Heransgehensweise ist tief beeindruckend). Wir sehen, Schulen mit riesigen Gemuesegaerten und Trassen, Behinderteneinrichtungen, ein Krankenhaus, eine Comedor (Volkskueche), einen Mercado der durch seine Initiative nun frei von herumliegendem Muell ist, die Pueblos Jovenes (junge Orte, grosser Teil von Lima, all die Siedlungen die in den letzten dreissig Jahren entstanden sind und entstehen und zum Teil nur aus Wellblech sind bzw. aus dem was die Leute halt finden und zusammentragen koennen). Bei der Fahrt ist Manuel dabei, Volunteer aus Dt. - er sucht sich hier seinen Platz. Abends begleite ich ihn zu einem Vorstellungsgespraech in einem Strassenkinderprojekt. Bei der Gelegenheit lasse ich mich einladen ihre Arbeit auf der Strasse eines Abends zu begleiten.
Donnerstag: Treffen mit Bettina von Aynimundo, Yvan und Maike (Ivan ist erster anthrophosophischer Arzt in Peru, Maike leitet Mediviscum - eine Firma in der Ivan und sie die Forschung von bisher noch alternativen Medikamenten vorantreiben auf schulmedizinischen Standards damit diese als gleichwertige Medikamente anerkannt werden, sehr erfolgreich in der Misteltherapieforschung, ausserdem seit Neuem Leiterin von Weleda in Peru).
Austausch ueber Ideen und Arbeit, gemeinsames Essen, anschliessend fahren wir mit Bettina ins Casa de la CUltura, Hauptbestandteil und Projekt von Aynimundo (Casa de la Cultura ist ein Kulturzentrum fuer die Menschen aus dem pueblo jovenes San Juan de Miraflores, der Verein versucht den Menschen Raum zu geben fuer Ideen und ganz konkrete Lebensentwuerfe, wie zB. eine von drei jungen Maedchen eingerichtete und geleitete Baeckerei - dabei ist der Verin als solches so weit im Hintergrund wie er kann und das ziel der Arbeit ist es irgendwann als Verein ueberfluessig zu werden). Abends gehe ich mit den Mitarbeitern des Strassenkinderprojektes und Manuel mit auf die Strasse. Bekomme einen klaren Eindruck sozialer Realitaet (Klebstoffschnueffelnde Kinder, rauhe Umgangsweise bzw. fehlendes Empfinden fuer und der guten Arbeit die dieses Projekt leistet.
Freitag: Ausruhtag, Austausch ueber moegliches Volunteerprogramm, eine Idee festigt sich.
Samstag: Nachmittags treffen wir zwei Maedchen die aus dem selben Projekt sind, wie das andere Maedchen welches wir Dienstag getroffen haben und von ihr unseren Kontakt haben. Hier wieder: Suche nach Moeglichkeiten fuer die Beiden, Bemuehung herauszufinden was die Beiden wollen und entsprechende Ideen gemeinsam zu entwickeln. Abends veranstalten wir ein Essen und Treffen mit allen aktiven Projekten und Kontakten die wir zusammen bringen wollen. Joaquin von ANIA kann nicht, wir bekommen einen Termin fuer Montag bei ihm. Dafuer sind Javier und zwei ANIA Mitarbeiter mit dabei, Alois, einige Volunteers ueber Alois, Claire, Michaela und ich.
Sonntag: Wiederzusammentreffen mit Anna, die wir in Cochabamba vor fuenf Wochen etwa verabschiedet hatten, Essen und Besuch bei Maler Salvador ausserhalb Limas der sein Gelaende oeffnet fuer die Menschen drumherum und aus deren Zusammenarbeit ganz viel entsteht, Kunst, Kunsthandwerk, Musikinstrumente. Ein kulturell beindruckender Ort.
Montag: Ueberlegungen in Lima zu bleiben und nicht nach Bs As zu fahren, zumindest nicht jetzt. Arztbesuch, mit dem Ergebnis die Lamblien nicht in Bolivien hinter mir gelassen zu haben. Vorher Treffen mit Joaquin von ANIA, zusammen mit Alois und Michaela, ein fruchtbarere Austausch zwischen Joaquin und Alois entsteht - die schon lange mit gleichem nebeneinander her arbeiten. Abends Gespraech ueber die Realisierung eines Workcamps im Sommer in Lima, Austausch ueber die Volunteeridee und wie die Betreuung sich realisieren laesst. Nach einem offenen Gespraech mit Claire beschliesse ich vorbehaltlich gesundheitlicher Faehigkeit mit ihr am kommenden Morgen nach Buenos Aires zu starten.

07.06.2007

Peru, Lima und der Gedanke eines Grundeinkommens

Also mal wieder nach langem einen Eintrag:
Am 20.Juni geht es also wieder nach Südamerika dieses Mal nur für sechs Wochen. Sechs Wochen in die Hauptstadt von Peru, Lima.
Dort haben Claire und ich schon letzten November viele Kontakte geknüpft!
Daraus ist die Idee entstanden diesen Sommer ein Workcamp dort durchzuführen.
Wir werden also in der heilpädagogischen Schule San Christoferus eine ökologische Wasseraufbereitungsanlage bauen.
Das Workcamp selbst wird vier Wochen dauern und zur Vorbereitung und Vertiefung von Kontakten, werde ich also insgesamt vom 20.Juni bis 28.Juli in Lima sein.
Für alle die das Workcamp interessiert bzw. die interessiert was wir da machen hier der Link: http://www.idem-network.org/index.php?id=310&L=10
Somit sind also die nächsten ein einhalb Monate klar.
Die Vorbereitung dafür ist und war sehr viel Arbeit und lag komplett bei mir und Claire. Es ist und war nicht einfach, aber eine gute Erfahrung mal wieder ein Projekt vom ersten Schritt bis zum zur Nachbereitung selber durchzuführen...
Es hat für Claire und mich in den letzten zwei Monaten bedeutet beinahe fulltime für dieses Workcamp zu arbeiten.

Wieder einmal habe ich festgestellt wie dringend das bedingungslose Grundeinkommen ist. Denn momentan läuft es darauf hinaus das ich arbeite und in der Zeit nur arbeite um Geld zu bekommen um in den kommenden Monaten Kapaziäten frei zu haben um das zu tun was ich für wichtig und anstehend betrachte zu tun.
Keine gute bzw. eine totale Notlösung da viel Energie mit der ich viele gute Arbeit tun könnte verloren geht bzw. unnötig gebunden wird. Und ich kann einer Aufgabe die es nötig hat nicht kontinuierlich nachgehen. Das ist nicht nur ärgerlich sondern verkompliziert Vieles und oft muss ich mich dann mühevoll in eine Sache wieder einarbeiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf die Initiative Arbeit sucht Einkommen hinweisen. Dies ist eine erste Plattform im Internet die konsequent den Gedanken des Grundeinkommens auf Menschen anwPost veröffentlichenendet, die sehen das sie ihre Aufgabe gefunden haben unddafür Arbeit tun die allgemein aus Sicht der Gesellschaft nur ehrenamtlich passieren kann und bisher nicht bezahlt wird. Somit stehen sie in dem selben Zwiespalt wie ich momentan.

Über meine Zukunftsplanung werde ich bald mal noch einen seperaten Eintrag schreiben. Auch über all die Projekte und Dinge die außer dem Lima-Workcamp anstehen berichte ich bald!

Was natürlich immer gilt, ist das ich auf der Suche nach finanzieller Unterstützung bin.
Gerade besteht sogar projektgebunden die Chance etwas zu spenden und das über die Steuern abzusetzen und trotzdem könnte es mir dann zukommen. Wer da Interesse hat oder mich ganz einfach unterstützen möchte, der erreicht mich jeder Zeit über die E-Mailadresse: david@idem-network.org
Ich gebe zu das dieser Ansatz noch nicht ausgereift ist, daran arbeite ich aber. Es ist nicht plump gemeint - soll nur schlichtweg die Notwendigkeit finanzieller Unterstützung aufzeigen!

06.06.2007

Widmung von Lena

http://www.fotolog.com/m_lena/32938843

Lena Voller, mit der ich zeitweise in Südamerika zusammen unterwegs war, die bei mir im Workcamp als Teilnehmerin war und mit der ich in Buenos Aires einige Zeit zusammen gewohnt habe, hat mir eine Widmung auf ihrem Fotoblog geschrieben. Weil ich die Widmung mag und Lena als gute Freundin auch, habe ich die Widmung mal hier verlinkt. Viel Spaß beim Lesen...

07.04.2007

Klimawandel

Das Thema, betrifft uns alle und muss uns alle zum Nachdenken bringen. Aber auch zum immer wieder hinterfragen von eigenem Verhalten, was konsumiere ich, wie konsumiere ich, muss das wirklich sein, wie wichtig ist dies, wie wichtig ist jenes.
Der Klimawandel ist eine Auffroderung an den Menschen zur massiven Bewusstseinsentwickelung!

Ein interessanter Link der die weitreichenden Folgen des Klimawandels deutlich macht ist dieser: http://service.tagesschau.de/multimedia-box/index.php?id=Klimawandel

Wenn auch etwas plakativ teilweise, aber vielleicht ist das notwendig?

06.04.2007

Freiburg, eine weitere Etappe oder das Leben hört nie auf...

Hallo Hallo!
Wieder mal ein Versuch mich zu melden. Einige fragen sich vielleicht was ich mache siet ich wieder hier bin.
Tja nach der ersten Ankunftseuphorie habe ich mich das auch einige Tagen, Wochen... gefragt.
Dann ist mich Anfang März Niklas, ein alter Zivikollege und guter Freund für eine Woche besuchen gekommen. Es war eine schöne und erfrischende Zeit!
Am Ende dieser Woche bin ich mit Niklas nach Freiburg gefahren mit dem Impuls dort zu jobben und einem konkreten Job im AUge, das hat nicht geklappt...
Dafür hat sich über meinen ehemaligen Mitbewohner aus Freiburg-Zivi-Zeiten, Tilman, ein Job gefunden. So arbeite ich nun beim Aktionstheater Pan.Optikum , ich mache vor allem Metallarbeiten, dass heißt sägen, bohren, flexen, ein bisschen schweißen lernen, zwischendurch mit dem Auto durch die Gegend gurken (Gasflaschen holen etc...), manchmal auch streichen oder einen Aufbau begleiten. Dazu kann ich gerade bei Niklas sehr toll wohnen da er auf Fahrradtour nach Spanien ist. Das versuche ich zu nutzen um finanziell mich wieder etwas zu festigen um dann wieder andere Dinge tun zu können. Für die Arbeitsstelle mache ich mich gerade selbstständig und muss dann sogar selber die Krankenkasse bezahlen. Aber es ist was Neues! An den Wochenenden war ich viel unterwegs, Dornach, Witten... Viele Leute treffe ich so nach und nach wieder und die ein oder andere Tagung steht auch an.
Und unerwartet stecke ich schon wieder in 1000 Dingen und bin mir noch nicht klar wie sehr ich wieder hier bin. Manchmal fühle ich mich doof hier, alleine und isoliert, besonders wenn ich zu wenig geschlafen habe. Also jetzt ab ins Bett. Bald melde ich mich wieder, ich bin immer egal wo ich bin auf meiner Telefonnummer bei meinen Eltern zu erreichen: 05664932054 oder direkt auf dem Handy.

Liebe Grüße in die Welt
sry wenn gerade Mailbeantworten etwas länger dauert bin gerade manchmal entweder zu schlapp zum antworten nach der Arbeit oder manchmal auch einfach nur zu reaktionsarm. Daran arbeite ich.

David

05.03.2007

Mein neues Projekt

Bald mehr über Deutschland.

Ich bin nach wie vor bei meinen Eltern stationiert, auf Jobsuche, mich einleben, versuchen anzukommen, gefühlsschwankungen...

Jeden Falls wenn alles klappt werde ich im Juli in Lima sein um
mit Claire dort für IDEM - identity through initiative e.V. ein Workcamp zu leiten.
Wir werden vom 1.-28.Juli in Lima in der heilpädagogischen Schule San Christoferus eine Wasseraufbereitungsanlage bauen.
Wen es interessiert: Projektbeschreibung und mehr Informationen
Wir suchen noch weitere Teilnehmer, hast du Lust?
Melde dich: david (at) idem-network.org

Soweit
Bald mehr

David

10.02.2007

Zurueck in deutschen Landen

Hallo Ihr lieben Alle!
Ich bin also wieder in Deutschland, das ist noch sehr komisch. Aber es
ist tatsaechlich so.

Von der Tatsache das alle deutsch sprechen, ueber schnelles Auto
fahren auf der Autobahn, die Schilder, und ja man kann das Klopapier
tatsaechlich ins Klo tun ohne das es verstopft und einlagig ist es so
wie das Klopapier in Brasilien und Suedamerika dreilagig, es ist kalt,
ungewohnt, alt und bekannt und doch neu und anders, eine Fahrt nach
Kassel im Nachverkehr kostet mehr als acht Euro, ueberhaupt sind die
Preise wieder in Euro...
Vieles kleine und grosse was anders ist und doch bekannt. Die Baeume
sind so karg und es schneit ein bisschen...

Ich freue mich und doch fuehle ich mich noch ein bisschen fremd hier,
wahrscheinlich wird es noch ein ganzes Weilchen dauern bis ich
wirklich wieder angekommen bin...

Jeden Falls bin ich wieder da und auch yu erreichen per Telefon auch:
05664932054... Und auch meine altere Handynummer ist vorerst weiter aktuell!
Freue mich ueber Anrufe, mal sehen wann ich wieder von mir aus anfange
Leute anzurufen.

Seit ganz lieb gegruesst
aus dem nordhessischen Konnefeld
David

06.02.2007

Deutschland ich komme und zwar ahora

Ui in grossen Schritten geht es Richtung Heimat, alle die die Details interessieren und alle die immer noch nicht glauben das ich wieder komme (man beachte das dezent platzierte "Confirmed" auf der Seite, und niemand wuerde so verrueckt sein hier bei Iberia anzurufen, der nicht wirklich beschlossen haette zurueckzukehren...):

https://www.checkmytrip.com/CMTSERVLET?R=YSRVLO&L=GB&N=MASUCH#

Bis Bald!

30.01.2007

Zureck in SP und einige Reflektionen

Vorgestern bin ich also tatsaechlich nach Sao Paulo (dem Ausgangspunkt all meines Reisens) zurueckgekehrt. Nachdem ich Buenos Aires nach beinahe zwei Monaten verlassen habe, habe ich die ganze Zeit ein bisschen vorwaerts geschaut auf das Zurueckkehren nach Sao Paulo. Voellig problemlos ist das passiert, Samstagabend bin ich von Florianopolis los, wo ich noch ein paar Tage in Strandgefilden war und auch die Wasserfaelle von Iguazu auf der argentinischen Seite habe ich noch gesehen, beeindruckend!
Haette auch noch laenger in Florianopolis bleiben koennen, war mit zwei anderem Hospitalityleuten (www.hospitalityclub.org) bei einem netten Hospitalitytypen, aber irgendwie hatte ich einfach auch Lust auf Sao Paulo und Pequeno (Ort wo ich das Workcamp gemacht habe im Juli/August) im Speziellen.
Und es war und ist (!) einfach wunderbar wieder nach Pequeno zu kommen. War wie nach Hause kommen auch fuer mich, war so geflasht das Schulhaus zu sehen und festzustellen wie alles was wir getan und noch konzeptionell fuer Gestaltung im allgmeinen und Landschaftsgestaltung angelegt haben, Wirklichkeit geworden ist! Werde einen Bericht dazu schreiben habe schon mit Eric (von Idem) geredet, war total toll zu sehen wie nachhaltig die Workcamparbeit gediehen ist! Ich denke es ist ein toller Eindruck den ich so weitergeben mag.

Ja jetzt ist mein insgesamt fuenfmonatiges Reisen abgeschlossen, natuerlich bin ich nicht nur gereist, aber auch in Buenos Aires habe ich immer in verschiedenen Orten gewohnt (was toll war, aber auch betont hat das es eine voruebergehende Erfahrung ist die fuer mich mit dem Reisen verbunden ist, das Gefuehl frei zu sein auch jederzeit gehen zu koennen)...
Jetzt habe ich das Gefuehl mein Reisen beendet zu haben und jetzt fehlt noch das Heimkehren nach Europa. HEIMKEHR: 9.Februar nachmittags in Frankfurt...
Auch ueber das Reisen mit Claire (von Sao Paulo bis Buenos Aires, ingesamt 3 Monate) habe ich noch viel nachgedacht! Ich habe es sehr gemocht mit Ihr zu reisen, auch wenn wir uns wohl zeitweise darum streiten haetten koennen wer jetzt wen anstrengender findet ;-) So moechte ich doch die Zeit nicht missen!!!! Es war gut immer wieder Gedanken und Eindruecke austauschen zu koennen und ich freue mich auf alles was in Lima (wen es interessiert mal seperat noch mehr, eventuell Workcamp im Sommer, Volunteerprogramm und weiteres) noch entstehen wird!
Dennoch habe ich gemerkt das ich wenn ich nochmal auf grosse Reisen gehe, mich nicht wieder so fest an eine Person binden werde mit meinen Reiseplaenen, ich fuehle jetzt wie gut und wichtig es fuer mich ist alleine zu reisen und Erfahrungen zu machen die nur meine sind. Fuer die Phase war es gut und richtig mit Claire zu reisen. Ich moechte Dir, Claire fuer diese Zeit hiermit auch einmal Danke sagen!
Jetzt freue ich mich auch sehr aufs Heimkommen, denke vorwaerts und freue mich auf vieles.
Freue mich auf so viele Einzelne Menschen. Auf eine Art freue ich mich auch wieder sowas wie ein Zuhause zu haben, ein Telefon, all den Komfort den eine Existenz in Deutschland bzw. Europa auch bietet; Aber all dies waeren keine Gruende heimzukommen, es sind die Menschen die ich alle so gerne wiedersehen mag.
Ausserdem habe ich auch Lust vorwaerts zu schauen, zu planen, mein Studium (zumindest mit einer Bewerbung mal anzugehen etc.
Freue mich auch alle wiederzusehen, Fotos zu sichten, Reiseindruecke auszutauschen und von der inzwischen verstrichenen Zeit zu berichten. Bei mir ist viel passiert! Ich denke bei Euch auch.
Soviel zum Leben und zum Berichten.

Bald werde ich wohl noch mehr schreiben und auch ein Bericht ueber Buenos Aires und die Zeit in Lima und auch ueber die laengste Busreise meines Lebens (84 Stunden) liegt in Entwurfsform vor.
Gerade fehlt mir die Ruhe und irgendwie oft auch der Computerzugang all dieses online zu bringen. Und fuer die letzten Tage ist es mir auch wichtiger hier zu sein, als permanent vorm Computer zu verbringen.
Gerade vergneuge ich mich mit einer Infektion einer Wunde die meinen ganzen Fuss einem Luftballon gleich gemacht hat, also gut ich freue mich doch auch auf deutsche Hygienestandards, Aerzte die deutsch sprechen, mein Bett, deutsches Essen, selber kochen (mehr als Nudeln in Sparvariante...), mein Fahrrad, Auto fahren, und vieles mehr.

Dennoch habe ich zuletzt Gestern nochmal nachgedacht, ob ich nicht doch nochmal versuchen soll den Flug fuer ein oder zwei Monate nach hinten zu verschieben und diese Zeit in Pequeno zu verbringen und noch portugiesisch zu lernen, einiges kann ich schon und verstehen auch durchs Spanisch. Ausserdem haben mir sehr viele Leute klar gesagt wie gut sie mich gebrauchen koennten hier.
Letzten Endes habe ich die Zweifel an jetztiger Heimkehr aber weggewischt (hoffentlich zum letzten Mal).

Eins steht fest ich liebe Suedamerika und werde wiederkommen, wann ist fuer den Moment nicht so wichtig, wie die Tatsache das!

Eine letzte Sache noch fuer alle Menschen mit Illusionen, bitte seht davon ab mir staendig zu sagen ich solle die letzten Tage in der Sonne zu geniessen. Auch in Brasilien (ist viel zu gross als das das Wetter ueberall gleich sein koennte) scheint nicht immer die Sonne und Sommer bedeutet hier auch Regenzeit, dass heisst es regnet auch mal und wenn es regnet dann gerne auch viel und ausfuehrlich... Das ist natuerlich kein Hindernis sich im T-Shirt zu bewegen :-)

Also nun denn, wahrscheinlich zum vorerst letzten Mal eine Rundmail aus Suedamerika
David
Diese Rundmails und viele Eindruecke mehr koennt ihr natuerlich jeder Zeit auf meinen Blog unter: www.dawide.de.tc nachlesen!

28.01.2007

BAck in Sao Paulo

Bin seit Heute wieder in Sao Paulo (28.Jan).

Werde hier meine restliche Zeit verbringen, ehe ich am 8.Februar zurueck gen Deutschland starte.
Werde nochmalin Pequeno sein, wo ich das Workcamp geleitet habe (es ist so schoen und idyllisch da) und will aber auch nochmal nach so langem Reisen ein bisschen von Sao Paulo sehen.
Ein bisschen von Sao Paulo sehen ohne die Gerade-Neu-in-Suedamerika-Brille-und-alles-ist-besunders-Brille sehen...

Gruss und bis bald
David

21.01.2007

Buenos Aires hat mich verlassen...

...oder war es anders herum?

Wenn ich das nur wuesste. Jeden falls ist zu verkuenden, fuer alle die sich eventuell schon Sorgen gemacht haben das ich haengen bleibe, dass ich seit gestern 20 Uhr Ortszeit nicht mehr in Buenos Aires verweile...
Heute gegen 14 Uhr (ebenfalls Ortszeit) bin ich in Puerto Iguazu, Missiones, letzter Zipfel von Argentina in Richtung Brasilien angekommen.
Hier wurde ich gleich wieder konfrontiert mit touristischen Preisen und vielen Leuten.
Bin den Tag dann noch mit fuenf netten Argentiniern herumgeschweift, die ich im Hostal angetroffen habe. Werde wohl Montag Abend weiterziehen, wenn ich ein entsprechendes Ticket bekomme, gerade ist Ferienzeit und alles etwas ausgelastet.

Bin gespannt wie es wird, Morgen werde ich mir die Wasserfaelle zu Gemuete fuehren, wenn ich es frueh genug aus dem Bette schaffe :-)

Soweit, bald aus einem guenstigeren Orte vielleicht auch mehr.
Auch mehr ueber B Aires wenn ich es verdaut habe...

Gruesse noch aus Argentinien, mit Brasilien (schon in Reich- und Sichtweite...)
Abrazos
David

05.01.2007

...doch kein Telefon...

Hallo ihr Lieben,
das Telefon geht leider doch nicht.

Aber dafuer kann ich anbieten bald zurueck zu sein. Der 8.Februar rueckt ungnaedig naeher...

Ich freue mich ueber alle die ihre Freude darueber bekunden das dem so ist, worueber ich mich nicht freue sind Leute die ausdruecklich betonen das ich ja bald wieder da bin.
Also das ist eine Sache, die ich selber sehr gut weiss und gleichzeitig gerade noch gar nicht so genau wissen mag!

Almaehlich beginne ich auch mich auf Deutschland zu freuen und sammele Gruende und Dinge worauf ich mich in Deutschland freue...

Ueber Anregungen bei der Sammelung von Gruenden bin ich sehr offen...

Allmaehlich merke ich auch das es Zeit wird mich von Buenos Aires zu verabschieden, wenn&falls ich wieder komme, dann will ich wenn dann richtig hier leben, weil fuer halbhier leben habe ich bald den Grenzwert zeitlich ueberschritten.
Bis 15.Januar werde ich wohl hier bleiben um dann, ueber Meer und Iguazu/Wasserfaelle nach Sao Paulo zurueck zu kehren.

Allen nachtraeglich feliz navidad und feliz ano nuevo!