26.09.2007

Neuer Luk

Eine Generalüberholung meines Blogs lässt ihn heute in neuem Glanz erscheinen.
Aus alt mach neu :-)

25.09.2007

Die Welt als ein Geschenk oder Trampererfahrungen

Heute begab es sich, das ich nach einem Kurzaufenthalt in Hamburg, für das Nachtreffen des Lima Workcamps welches ich mit Claire organisiert habe und einem Besuch bei Lena Vollmer (einer guten Freundin durch das Workcamp in Sao Paulo und gemeinsamen Aufenthalten in Buenos Aires), zurücktrampte nach Kassel.

Ich stand an einer Auffahrt zur Autobahn, die Situation war eindeutig von der Richtung - was aus Städten raus ja nicht immer ganz einfach ist. Ich stand sicher und nicht vom Verkehr gefährdet. Die Herbstsonne des Nordens schien mir ins Gesicht und ins Herz. Nur zum Anhalten war die Stelle etwas blöd...

...So begab es sich das Ich eine halbe Stunde wartete eh ein Auto hielt. Eine solche Wartezeit erlebe ich immer voller Spannung. In mir analysiere ich den Ort, mein Aussehen, beobachte so gut es geht die einzelnen Fahrer und versuche jeden Einzeln zu sehen. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen an einer zweispurigen Auffahrt.
Ich mache mir so meine üblichen Trampergedanken und dann kommt ein Mensch in einem Auto. Er hält. Das Nummernschild sticht mir ins Auge "KS" - Kassel. Glückstreffer, tatsächlich fährt er direkt nach Kassel. Meine Freude ist groß.
Ich denke wieder einmal, manchmal braucht es eine Weile bis der Richtige Mensch kommt. Sollen wir uns begegnen?
Es verläuft nun unkomplizierter als eine Mitfahrgelegenheit und ist menschlich interessanter.
Weil mein Fahrer tatsächlich Interesse hat sich mit mir zu unterhalten. Ein Armenier, der seit fünf Monaten deutsch lernt. Ich genieße das Jonglieren der Sprachen. Deutsch, Englisch, Intuition und ein paar Worte Russisch. Mein Spanisch und meine paar Brocken Portugiesisch helfen mir diesmal nicht weiter.
Wir unterhalten uns sehr nett, über unsere Herkunft, Musik und Kultur.
Es ist ein Ringen um die Worte und gleichzeitig sind sie gar nicht wichtig.

Eine spannende Situation folgt, ich muss aufs Klo. Allein diesen Sachverhalt zu klären dauert einen Moment. Gewohnt misstrauisch ("Südamerika sei Dank") nehme ich meinen Rucksack, in dem mein Laptop und Technik-Equipment ist, mit aufs Klo. Als ich zurück kehre, lädt er mich noch auf einen Kaffee und einen teuren Raststättensandwich ein. Nach einem Versuch des Ablehnens, genieße ich doch meinen Sandwich, der überraschend lecker ist und fühle mich ein bisschen doof. Vom Guten der Welt auf der Überholspur überholt.
- Ich bin misstrauisch und werde dafür reich eingeladen.
Nach drei interessanten Stunden sind wir schon in Kassel - schneller wäre es anders auch nicht gegangen.
Wieder einmal denke ich mir, dass Trampen und Offenheit doch eigentlich die besten Mittel zum Reisen sind.

Wie soll sich die Welt begegnen wenn nicht in solchen Begegnungen?

Ich habe ihn gesehen

Als Entschädigung für einen zweifelhaften Sommer, darf ich berichten, dass ich einen goldenen Herbst gesichtet habe..., egal ob in Kassel, Witten, Freiburg oder Hamburg.
Auf diesen Herbst ist Verlass.

21.09.2007

mein blog macht urlaub

bis zum nächsten beitrag macht mein Blog Urlaub.
weg vom pflicht-blogging-sog :-)

15.09.2007

manchmal...

.da denke ich schreib mal wiedre was auf deinem blog. Dann denke ich ja mach ich. Und wenn ich das nächste Mal am Computer bin ist schon wieder was anderes oder neues. Oder ich habs vergessen oder verdrängt...

lena hat recht

oder genauer ihr lieblingszitat im studivz:

" frei ist nicht, wer tut was er will, sondern wer will was er tut."

11.09.2007

Die Welt vergeht, Menschen und die Zeit auch...

Lange ist mein letzter Eintrag her, beinahe ein viertel Jahr.

Das zeigt die Zeit vergeht, vergeht schnell. Zumindest in meiner Wahrnehmung - vielleicht habe ich auch noch nicht den richtigen Zugang zur Zeit gefunden?

Das bringt auch mit sich das auch Menschen im Physischen vergehen. Was heißt das?
Zuerst mal tut das weh. Sehr weh, ich könnte sagen ok der Mensch ist / war mir nicht wichtig. Wenn ich dies daran bemessen würde wie oft ich einen Menschen in letzter Zeit gesehen, gehört oder geschrieben habe. So müsste ich wahrscheinlich sagen er war mir nicht wichtig.
Doch das stimmt gar nicht, irgendwie scheint es da noch eine andere Bedeutungsdimension zu geben. hm.
Die Kommunikation mit dieser Person kann nicht der massgebliche Maßstab sein. Und doch werde ich Zweifel nicht los.

Viele Freunde und Menschen habe ich im letzten halben Jahr / Jahr aus den Augen und wohl auch dem Sinn verloren. Oft lag es einfach nur an mir.
Zu sehr in der Zukunft lebend und denkend, ist irgendwie immer was untergegangen.

Wieder einmal habe ich die Kraft oder Suchtwirkung der Droge Projektarbeit unterschätzt.

Ich kann viel arbeiten und viel schaffen und das auch schaffen was mir menschlich wichtig ist...

...Ich kann aber auch viel arbeiten und alles andere aus den Augen verlieren. Mich selbst verlieren.

Das führt zu Momenten wie gerade, in denen ich da stehe, viele Menschen in weitem Abstand um mich weiß und mich verloren fühle.

Verloren im Dazwischen.
Pläne, Bindungen, Gewissheit, ich selbst, alles verliert seine Bedeutung vor mir selbst.
Bodenlos.

Ich bringe Dinge durch einander bin nicht ordentlich ansprechbar und reagiere nicht so wirklich oder gar nicht.