30.11.2007

Von der Notwendigkeit positiver Utopien

Positiv / negativ!
Utopien können so vieles sein: Erwünschtes, befürchtetes.

In letzter Zeit war ich oft an der Frage, warum das was ich tue. Oft konnte ich es nicht erklären und doch bin ich wer ich bin und tue was ich tue.
Warum stelle ich mich aus den normalen Zusammenhängen, sträube mich dagegen? Klar theoretisch kann man alles erklären und begründen.

Aber das reicht nicht, mir zumindest nicht. Weiter will ich gar nicht urteilen.

Früh habe ich Utopien gelesen, vor allem negative: 1984, Schöne neue Welt. Dann habe ich eine andere bereits real gewordene Negativutopie gemacht: Abitur.

Alsbald spürte ich eine Schwere, eine Ernste in mir. Ein Bedürfnis nach schönem, wahrem. Nach positiven Entwürfen für mich und die Gesellschaft.

Einst schrieb ich unter dem Eindruck der schönen neuen Welt, dass meine / unsere Aufgabe in der Welt sein muss positive Utopien zu entwickeln.

In diesem Sinne bin ich in einem Buch („Phantasie, Kultur, Politik – dem Protokoll eines Gespräches zwischen Erhard Eppler, Michael Ende und Hanne Tächl) wieder auf meine Impulse und Gedanken gestossen.

„Positive Utopien fehlen ja ganz allgemein. Diese Tatsache prägt zweifellos das heutige Bewusstsein…Meiner Meinung nach ist diesen Fehlen auch ausschlaggebend für die enorme Mutlosigkeit, mit der die jüngere Generation zu kämpfen hat“ Michael Ende

An und in mir selbst erlebe ich diese Not(-wendigkeit), in der Suche, wenn ich mich bedrängt fühle durch Zwänge von außen oder Selbstzwänge. Außen erlebe ich es, wenn ich von den Wegen und dem Suchen anderer junger Menschen höre:

Neues will in die Welt.

Geben wir ihm Raum, seien wir Träger und Wegbereiter dessen was kommen will.

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