nicht immer braucht das Leben einen Titel.
Vielleicht Einblicke in zwei Wochen
Kaum bin ich mal zwei Wochen am Stück im Ruhrgebiet passiert ganz Vieles.
Umziehen im Hause, aus einem Zimmer in dem ich mir nicht vorstellen konnte zu wohnen weil es durch kräftige Farben und gerine Raumhöhe sehr beengend wirkt, ist dank weißer Farbe ein heller Raum geworden. Das Einsortieren und mich einfinden ist noch nicht abgeschlossen, aber schreitet voran. Meinem Papa und Ikea sei Dank. Abgesehen von kleinen Hässlichkeitsenttäuschungen aufgrund von Ikea-Beleuchtungsverblendung ;-)
Vorletzte Woche haben wir mit zwei Besprechungsterminen vorerst die Aktion mit der Mülheimer Waldorfschule beendet. Wir besprachen uns erst mit Gaby Hohlmann und berichten dann vor der versammelten Oberstufenkonferenz von unseren Erfahrungen mit den Schülern der Oberstufe im Besonderen der 10.Klasse.
Es könnte weiter gehen, da Gaby das Experiment in Mülheim diesen Donnerstag in der Konferenz der Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen von NRW vorgestellt hat.
Noch zwei, drei Sätze zu Mülheim: Es galt mit den Oberstufenschülern ein Gespräch zu führen, zu dem wir von den Lehrern geladen wurden, um gemeinsam im Gespräch herauszufinden was die Schüler wollen. Zur Gestaltung steht frei der Rahmen des 12.Schuljahres, da zentrale Zwischenprüfung und somit auch die mittlere Reife am Ende der 11.Klasse stehen. Waldorfs formal als Gesamtschule geltend, aber Anrecht haben zwölf Schuljahre zu füllen.
Heraus kam sehr deutlich ein starkes Festhalten an Bekanntem und Gegebenem, wirkliches Denken in die Freiheit braucht mehr Zeit und Raum. Wahrscheinlich müsste auch solch ein 12.Schuljahr erstmal Raum geben ohne schon wieder programmhaftes.
Viele Leute kommen zu Besuch viel ist los hier vor Ort.
Projektzeitung hat ein Treffen hier bei uns veranstaltet vorletztes Wochenende. Ein Kreis von 15 Leuten versammelte sich zeitweise bei uns. Ein Teil verblieb bis Montag, ein weiterer bis Dienstag und Vereinzelte auch bis Freitag. So war das Haus trotz vieler ausgeflogener Mitbewohner belebt.
Vergangenen Montag war denn noch ein Montagsforum, eine Veranstaltung in Bochum bei der mehrere junge Projekte ihre Arbeit vorgestellt haben, es ging um Jugendgenerationen. Da Projekt.zeitung, captura und walk your talk zu gegen waren, war es gewissermaßen Familientreffen. Außerdem ein Besuch bei Ikea.
Dienstag gab es ein Treffen von Anna, Jolle und mir. Wir haben noch mal Ideen gesammelt zu der zuletzt schon genannten Broschüre.
Danach fuhren wir noch weiter zu einer Wohnungs- und Raumbesichtigung in Witten City, aus der eine andere Initiative sich abzeichnet. Ein Jugendkulturraum in Witten, das Kulturparadies. Ein Raum ist ins Auge gefasst. Erste Schritte sind getan, ein wenig Vorlauf wird die Finanzierung beanspruchen. 8000 Euro sind gesucht, die ersten 1120 Euro sind schon gesichert. Wenn die da sind kann es los gehen und wir unterschreiben den Mietvertrag. Mehr Informationen auch wenn es noch nicht viele sind gibts im Web www.jugend-kultur.com
Jeder Betrag oder Beitrag ist Willkommen. Auch Ideen und Empfehlungen, gerne darf dieser Unterstützungsaufruf auch weitergeleitet werden.
Ein weiterer Schritt wurde von mir getan, ich habe mich letzten Freitag eingeschrieben bei der Uni Bochum und werde mich, wenn auch noch sehr skeptisch mit dem Studieren, Bachelor und den damit erzwungenen Formen und den Fächern Erziehungs- und Sozialwissenschaften versuchen. Die Uni ist hässlich. Vielleicht lassen sich trotzdem schöne oder brauchbare Dinge finden?
Bald in jeder Hinsicht mehr.
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